#059 | Grenzen setzen: Wenn der Hund an der inneren Leine zieht
Shownotes
Grenzen sind wichtig – auch im Leben mit Hund. Aber oft versuchen wir, sie genau dann zu setzen, wenn es eigentlich schon zu spät ist: Der Hund zieht an der Leine, ist im Außen, reagiert auf Reize – und wir selbst brauchen gerade eigentlich Entlastung, Orientierung oder einfach einen Spaziergang, der nicht noch mehr an unseren Nerven zieht.
In dieser Folge geht es darum, warum „Grenzen setzen“ mit Hund nicht bedeutet, im Stressmoment härter oder strenger zu werden. Sondern darum, vorher verständlich aufzubauen, was dein Hund stattdessen tun kann.
Du erfährst, warum Grenzen Vorarbeit brauchen, weshalb reaktives Handeln so nachvollziehbar ist – und warum RESET genau hier ansetzt: als Basis dafür, dass dein Hund lernen kann, was ihm hilft, und du als Mensch nicht immer erst reagieren musst, wenn du schon am Limit bist.
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00:00:00: Hallo, in einer neuen Folge Hunde Perspektiven.
00:00:04: Ich freue mich, dass du wieder eingeschaltet hast!
00:00:07: Und zwar, warum Grenzen im Hundetraining Vorarbeit brauchen und warum es eben so schwierig ist wenn dein Hund wortwörtlich an deiner inneren Leine zieht.
00:00:42: Da steigen wir direkt ein – ich glaube vielleicht kennt das jeder von euch!
00:00:48: Man geht mit seinem Hund raus und möchte eigentlich den Spaziergang genießen.
00:00:53: Möchte rausgehen, um sich selbst zu entspannen, um eine gute Zeit zu haben!
00:01:00: Denn das ist das, was man ja in der Regel mit dem Hund haben möchte.
00:01:05: Eine gute Zeit gemeinsam.
00:01:07: und man hat eben nicht im Kopf, dass ein Spaziergang ein ganzes Projekt ist, was irgendwie ganz viel Kopfarbeit und vorausschauendes Denken usw.
00:01:18: von uns braucht – auch wenn es das eben manchmal tut!
00:01:21: Aber grundsätzlich ist es ja ein legitimer Gedanke, dass man sagt, man nutzt den Spaziereggang als Moment, um bei sich selbst wieder ein bisschen anzukommen.
00:01:30: Sich selbst zu bewegen mal durchzuatmen zwischen zwei Terminen zum Beispiel und den Kopf einfach ein bisschen freier zu bekommen.
00:01:40: also das ist zumindest der Grund warum ich auch sehr gerne spazieren gehe und man wünscht sich das halt mit dem Hund gemeinsam dass man halt eine schöne Zeit hat.
00:01:49: mit dem hund kommen eben so Momente, die man eben nicht einkalkuliert hat mit dem Hund.
00:01:58: Zum Beispiel zieht der Hund ganz arg an der Leine oder ist ganz viel im Außen unterwegs, ist auf der Spur von Gerüchen und Wilden oder widdert jeden Hund, der ums Eck kommt?
00:02:13: Oder scannt die Umwelt springt bei Fahrradfahrern in die Leine.
00:02:20: Es gibt ja ganz viele verschiedene Situationen, wo wir eben die Situation haben, in denen wir nicht Entlastung spüren und in denen wie nicht uns entspannen können.
00:02:33: Sondern plötzlich da ganz viel Anspannung da ist und wirklich auch Situationen entstehen, in den wir die ganze Zeit online sein müssen.
00:02:46: Und das heißt, der Hund zieht in dem Moment nicht nur an der Leine sondern ich habe es schon mal in einem anderen Podcast Folge erzählt.
00:02:52: Das ist wie wenn der Hund so gefühlt an einer inneren Leine ziehen würde und die ganze Zeit so an den Nervenstrengen zieht.
00:03:00: und natürlich ist da in dem moment ein Konflikt da, weil wir haben in dem Moment einen Spaziergang auf den wir uns eigentlich gerne entspannen wollen.
00:03:12: Auf den wir eine gute Zeit haben wollen und gleichzeitig ist er dieser Hund der ja zu uns gehört, der aber eben überhaupt nicht gerade dieses Bedürfnis erfüllen kann.
00:03:24: bzw mit diesem Hund kann dieses Bedirfnis gerade nicht befriedigt werden.
00:03:29: Und genau in solchen Momenten entsteht natürlich ein innerer Konflikt, weil man in dem Moment ja einen Bedürfnis hat.
00:03:38: Das ist das Bedürfeness zum Beispiel nach Entspannung und Kopffreikriegen und der Hund aber genau konträr zu diesem Bedürfiness handelt Und man sich dann oft denkt, okay ich kann irgendwie gerade dieses Bedürfnis nicht erfüllen was mein Hund da hat.
00:03:55: Weil ich hab grad selber so ein großes Bedürfenes.
00:03:58: Ich brauche diesen Spaziergang grade für mich.
00:04:01: Ich bin vielleicht selber ein bisschen überladen habe wenig Ressourcen um irgendwie anstrengende... Leine Ziehmomente auszuhalten, wortwörtlich.
00:04:11: Also es ist ein bisschen dieses Gefühl Boah bitte ziehe nicht jetzt noch an meine Nerven ich brauche gerade ein bisschen weniger.
00:04:19: Ich möchte grade eigentlich mit der Umwelt verschmelzen und nicht hier der Mittelpunkt sein weil du grad bellend in der Leine hängst Und solche Gedanken kommen dann natürlich hoch.
00:04:33: Das Problem, warum das Ganze jetzt so schwierig ist.
00:04:37: Mein Hund hängt melend in der Leine, zährende in der leine... Ich habe gerade ein ganz anderes Bedürfnis und zwar nach der Einspannung und zur Regeneration.
00:04:47: Bei einem erwachsenen Menschen, der mit mir da spazieren gehen würde könnte ich einfach sagen du Mir ist das gerade ein bisschen viel.
00:04:56: Ich brauche gerade bitte ein bisschen Rückzug, ich habe gerade das Bedürfnis nach Entspannung.
00:05:02: Wollen wir vielleicht ein bisschen weniger uns miteinander unterhalten?
00:05:05: Oder ich brauche grade ein bisschen Zeit für mich.
00:05:08: oder wäre es vielleicht möglich dass du ein bisschen leiser sprichst.
00:05:12: Ich bin heute ein bisschen reizsensibel.
00:05:14: Ich brauch grad ein bisschen weniger Input!
00:05:18: Das könnte ich bei einem erwachsenen Menschen der damit mir geht tun.
00:05:24: Aber bei einem Hund ist das eben nicht so einfach.
00:05:28: Es geht einfach nicht!
00:05:30: Und weil es eben nicht geht, kommen wir da in einen Clash.
00:05:35: Ich kann meinem Hund nicht sagen du Entschuldigung mein Nervensystem ist heute ein bisschen überlastet ich brauche gerade Entspannung bitte gib mir ein bisschen Raum sondern ich muss praktisch meinen Hund das anders kommunizieren dass sich da gerade eine Grenze wahrnehme.
00:05:52: und jetzt kommen wir nämlich zu dem Thema Grenzen.
00:05:55: Ich spüre gerade, dass mein Hund eine Grenz überschreitet das heißt mein Bedürfnis ist gerade nach Ruhe und Entspannung da.
00:06:05: Der Hund ist aber total unruhig und angespannt und zehrt an meiner inneren Leine und er überschreibt in dem Moment meine individuelle persönliche Grenze.
00:06:17: Jetzt kommen wir zum Thema Grenzen setzen.
00:06:20: In solchen Momenten wird dann manchmal von Hundetrainerinnen gesagt, ja du musst dann diese Grenze setzen weil der Hund überschreitet deine persönliche Grenze.
00:06:30: Wenn das denn so einfach wäre das zu tun Ja dann würde der Hund wirklich auch was lernen können und dann könnte man richtig schöne Gespräche mit dem Hund führen.
00:06:42: slash Ironie Ende weil natürlich Hunde Grenzen ganz anders verstehen als wir und unsere persönlichen Grenzen erst mal nicht so wahrnehmen kann oder wir können die ihm auch nicht zu kommunizieren, wie wir das eben mit der wachsenden Menschen tun würden.
00:07:02: Das heißt, Grenzen sind total wichtig!
00:07:06: Es ist ganz wichtig dass man für sich selbst auf der psychologischen Ebene versteht, okay ich merke gerade es wird hier gerade einer meiner Grenzen überschritten.
00:07:16: Es ist wichtig diesen Step zurückzumachen und zu sagen hey warum bin ich denn jetzt eigentlich grade selbst so angespannt?
00:07:24: Ja weil ich eben selbst gerade merke dass meine persönliche Grenze überschritt wird und das wird im Zusammenleben mit dem Hund halt häufig der Fall sein.
00:07:33: ja weil einfach da Bedürfnisse aneinander claschen und je mehr Probleme es gibt aus Sicht des Hundes, je mehr Problemen es gibt.
00:07:42: Aus Sicht des Menschen, desto mehr werden da bedürfnissell gegeneinander klaschen.
00:07:47: Und deswegen ist es wichtig dass man das erstmal wahrnimmt ja und dass man wahr nimmt, dass da eine persönliche Grenze gerade überschritten wird.
00:07:55: aber dass man dann diesen step zurückgeht und sagt okay Kann mein Hund aber gerade nicht verstehen.
00:08:04: Er kann es nicht wahrnehmen, was ich hier gerade empfinde und er kann meine persönliche menschliche Grenze leider nicht verstehen weil er ein Hund ist und eben ja einfach das nicht wahrnimmt sondern der hat eben seine eigenen Bedürfnisse und diesen im Mittelpunkt.
00:08:24: Und das geht jetzt nicht darum dass alles gemacht werden, davon Hund.
00:08:30: Es geht nicht darum dass man sagt ja der Hund da kann mich nicht verstehen.
00:08:33: deswegen lassen wir dem alles durchgehen.
00:08:35: also darum geht es gar nicht.
00:08:38: Grenzen setzen ist total wichtig im Sinne von ich weiß wer ich bin ich weiß was ich für Bedürfnisse habe und ich weiß das ich diese bedürfnissen habe und dass sich Lösungen dafür brauche damit mein Hund künftig diese Grenzen nicht mehr überschreitet.
00:09:00: Aber Grenzensätzen wird im Hundekontext, im Hundetraining, im Arbeiten mit dem Hund ganz häufig verstanden als im Moment handeln und im Moment deutlicher werden – im Moment strenger werden, im Moment konsequenter werden, in momentärter eingreifen!
00:09:20: Und woher rührt das?
00:09:22: Na ja, das rührt eigentlich ja daher dass in dem Moment, wo mein Hund gerade diese Grenze überschreitet – ich ja eigentlich gerade überfordert bin mit der Situation.
00:09:34: Weil mein Hund eben grade andere Bedürfnisse hat als ich?
00:09:40: Und gerade vielleicht im Zerat, in der Leine hängen das Problemverhalten im weitesten Sinne zeigt.
00:09:46: Sehr aufgeregtes Verhalten ist es in der Regel sehr erregendes Verhalten, sehr emotionales Verhalten impulsives Verhalten und ich habe grade das ganz andere Bedürfnis.
00:09:57: und in dem Moment hab' ich diesen inneren Konflikt... Ich brauche das, mein Hund braucht das, aaah!
00:10:04: Ja?
00:10:04: ...und aus diesem Gefühl heraus, aus dieser Beforderung Aus dieser Ressourcenknappheit, ich habe einfach nicht so viel Wortwörtlich.
00:10:14: Nicht zu viel Kraft.
00:10:15: Nicht so viel Energie in dem Moment eben nicht emotional zu handeln und sachlich zu handelen und überlegt zu handel.
00:10:23: aus diesem Gefühl heraus setzen wir dann häufig diese Grenzen indem wir deutlicher werden strenger werden konsequenter werden im Sinne von härter werden.
00:10:33: Und das ist eben ein bisschen ein Problem weil ist nicht so, dass ich das nicht kenne und nicht auch schon erlebt habe.
00:10:41: Und auch mache!
00:10:44: Aber das Problem ist, dass eben der Hund in der Regel in dem Moment in einem Zustand ist wo er nichts lernt?
00:10:52: Und jetzt kommt's... Der Mensch also ich auch nicht in einem Zustand bin wo ich da was lerne.
00:10:59: Das heißt, es hängen da zwei Nervensysteme aneinander.
00:11:02: Die unterschiedliche Bedürfnisse haben und die beide aber in einem Modus sind wo sie eigentlich nichts Neues lernen können und nur reaktiv bzw.
00:11:12: impulsiv handeln.
00:11:14: D.h.,
00:11:15: wir haben dann einen angespannten Menschen, einer angespannte Hund Wir haben eine gespannte Leine, wir haben angespanne Körper- und Muskeln.
00:11:23: Wir haben geladene Stimmungen Und vielleicht entsteht auch ein kurzer Moment der Entladung, und zwar in dem Moment wo ich halt vermeintlich eine Grenze setze.
00:11:33: Also in diesem Moment werde ich deutlicher, werde ich strenger... ...und dann ist der Hund vielleicht kurz stillgehemmt?
00:11:42: Weil er merkt, da wird es jetzt bedrohlich!
00:11:43: Dann ist die Situation für uns kurz entspannt weil wir Leichterung spüren, weil wir das rausgelassen haben.
00:11:51: Aber im nächsten Moment wird es dann häufig noch angespannter oder beim nächsten Mal.
00:11:56: Es ist in der Regel so, dass es nur eine kurze Erfüllung bringt aber wenn der Hund zähnt hinter der Leine hängt und ich rauns den an, dann wird er wahrscheinlich nur ganz kurz mal ruhig sein oder weniger ziehen und wird dann noch mehr ziehen.
00:12:16: Aber wir haben diesen kurzen Moment der Erleichterung und denken, hey das funktioniert!
00:12:19: Das muss ich jetzt häufiger
00:12:20: machen.".
00:12:21: Und dann kommt man in so eine Spirale rein wo man dauernd nur noch grenzen setzt.
00:12:25: es gibt ja wirklich die Leute die gehen einen ganzen Spaziergang – das habe ich neulich erst wieder gesehen – einen ganzen spaziergangen.
00:12:31: lang wird die ganze Zeit der Hund geblockt eingeschränkt, korrigiert wie man sie immer so schön nennt und gehämmt.
00:12:41: Und wie viel Anspannung von außen dazu sehen ist, dass merken dann Menschen oft gar nicht mehr.
00:12:47: Und was habe ich da natürlich nicht auf diesem Spaziergang erlebt?
00:12:50: Naja Entspannungen!
00:12:52: Ich hab vielleicht kurz das Gefühl von Kontrolle, kurzes Gefühl einer Leichterung oder Hund Kurzdinge tut die ich will aber insgesamt auf die lange Frist gesehen also wirklich auch auf mein ganzes Leben und das Leben mit dem Hund gesehen habe ich eigentlich noch mehr Spannung und Anspannung in diese Situation gebracht.
00:13:13: Und da kommen wir nämlich zum wesentlichen Punkt.
00:13:16: Grenzensetzen ist nichts situatives, das kann ich mal machen aber ich muss mir dessen bewusst sein dass Grenzen echte Grenzen die ein Hund verstehen soll Vorarbeit brauchen.
00:13:32: viele Grenzen, die ich im Alltag brauche an der Leine laufen Hundebegegnungen meistern, Menschenbegegningen meisteren.
00:13:44: Begegnung mit sich bewegenden Objekten fahrradfahrerinnen, Motorradfahrerinnen, Autos bussen was auch immer hundenhunde so nachjagen All das ja also kann noch zig Beispiele bringen Von Unruhe von Gereiztheit bei Hunden.
00:14:05: aber alle diese Grenzen die ich hier haben möchte im Sinne von der Hund soll sich entspannt verhalten, die muss ich vorher trainieren.
00:14:18: Und zwar nicht dass der Hund einfach nur in diesen Moment mal schnell funktioniert wenn er gerade nicht funktioniert.
00:14:26: also kein Quick Fix sondern es geht darum das er versteht was überhaupt gewünscht ist, Punkt A und vor allem dass es sich regulieren kann.
00:14:36: Es geht um diese Regulation nur wenn da ein entspanntes Nervensystem neben mir herwackelt mit seinem süßen Schwänzchen oder seinen süßen Öhrchen!
00:14:48: Nur dann... nur dann kann auch mein Nervenystem entspannen.
00:14:55: Also nochmal Beispiele, wenn ich einen entspannten Spaziergang möchte.
00:14:59: Dann muss man Hund auch lernen auf dem Spazieregang zu entspannen!
00:15:03: Wenn ich möchte dass mein Hund nicht immer weg rennt dann muss sich mit dem Orientierung trainieren und Aufmerksamkeit trainieren Wenn ich nicht möchte, dass der Daunt an der Leine zieht von A nach B dann muss ich mit dem üben das der entspannter wird langsamer wird.
00:15:20: Dass er vielleicht auch einen Modus kennt wo er an der kurzen Leine neben mir herläuft.
00:15:25: Ja es gibt auch bei mir Momente wo ich denke am Spaziergang.
00:15:28: Ich brauche jetzt kurz ein Moment für mich hier kurze Leine und Das muss sich aber vorher mit dem Trainieren und zwar über Motivation, so wie ich es immer sage über Belohnungen und vor allem über einen klaren Plan.
00:15:43: Und grundsätzlich lässt sich aber auch zu diesem Leinenthema sagen die meisten Leinenproblemen stehen daraus dass der Hund nicht reguliert ist Und dass der Hund Begegnungsthemen hat im weitesten Sinne.
00:15:55: Oder irgendwelche anderen Themen, z.B.
00:15:58: Jagdverhalten ist natürlich auch ein ganz, ganz Riesenbatzen an Leine-Zie-Problem Verhalten.
00:16:06: Also alles was mit Reizen zu tun hat.
00:16:10: All das muss ich üben, dass man Hund sich regulieren kann Und vor allem, dass der nach aufgeregten Moment schnell wieder runterkommt.
00:16:19: Weil oft ist es – oft zumiert sich so auf!
00:16:22: Das alles bespreche ich übrigens in meinem Reset-Einstiegskurs.
00:16:26: Das sind genau die Themen und das ist genau der Kurs, indem du lernst wie du Regulation förderst, Dysregulation erkennst, in welchen Zonen du arbeitest mit dem Hund.
00:16:41: In welchen zonen du nicht arbeiten kannst?
00:16:43: Mit dem Hund also in welchem Zuständen und das ist so ein wichtiger Punkt weil da fängt alles an noch bevor Training startet Und ich muss also um Grenzen setzen zu können langfristig vorausschauend daran arbeiten dass ich diese Grenzen praktisch schon zur Verfügung habe, damit ich nicht jedes Mal dann reagieren muss wenn eigentlich mein Bedürfnis gerade nicht befriedigt wird.
00:17:12: Und was da natürlich die große Herausforderung ist, ist das bis diese Grenze aufgebaut sind.
00:17:21: Natürlich schon ein bisschen Zeit vergeht.
00:17:23: und jetzt ist die Frage – Was mache ich denn in dieser Zeit?
00:17:27: Weil Training und Lernen von Verhalten braucht zwei Sachen, einmal Zeit.
00:17:37: Ja also das braucht Zeit und es braucht einen Plan.
00:17:41: und dann braucht's noch eine dritte Sache und zwar Ressourcen die du zur Verfügung hast mit deinem Hund zu arbeiten.
00:17:48: Ich kenne selber dass es Phasen gibt wo man nicht die Ressurzen hat um mit dem Hund zu Arbeiten.
00:17:56: ich habe immer wieder Menschen im Training die zum Beispiel gerade ein Kind bekommen Und ich habe Gott sei Dank so schlaue Kundinnen, die mich dann im Vorfeld kontaktieren.
00:18:08: Ein Jahr vorher oder neun Monate vorher und mit mir schon präventiv daran arbeiten – das ist eigentlich ein super Beispiel – was man denn macht wenn das Kind da ist?
00:18:23: Weil die Ressourcen in der Regel überhaupt nicht vorhanden sind, wenn dieses Baby mal da ist weil sich alles um das Baby dreht und das ist natürlich normal.
00:18:34: Aber wenn ich im Vorfeld dann schon Grenzen gesetzt habe, präventiv mit dem Hund wirklich gearbeitet habe dass es dann gut funktioniert, dann hab' ich hinten raus nicht mehr das Problem.
00:18:45: Und das gilt eigentlich für alle Bereiche und gerade auf dem Spaziergang wo ja Mensch und Hund zusammen ein Team bilden soziale Begegnungen haben.
00:18:59: Gerade da sollte ich eben auch präventiv arbeiten, damit der Alltag gut funktioniert.
00:19:07: und auf diesem Weg dahin darf ich aber natürlich auch Lösungen finden, die sowohl hundgerecht als auch menschengerecht sind.
00:19:20: Ja weil es ist ja klar ihr geht da als Team raus und das ist auch klar dass nicht alles von Anfang an richtig funktionieren kann.
00:19:29: Aber es gibt halt Möglichkeiten, individuelle Lösungen zu finden.
00:19:34: Ich sage euch mal ein ganz einfaches Beispiel – ich hatte zuletzt Kunden im Training mit denen ich besprochen habe Ihr braucht nicht dreimal am Tag, die eine Stunde rausgehen um mit dem Hund spazieren zu gehen und dann habt ihr eigentlich nur eine schlechte Zeit zusammen.
00:19:52: Sondern ihr könnt einfach euch eine Stunde am Tag Qualitätszeit rausschneiden vielleicht mit einem Hund wohin fahren wo der nicht da und überreizt ist bis wir trainingstechnisch und auch regulationstechnisch vorwärts gekommen sind.
00:20:08: ja behaltet ihr das so bei, weil er hat beide mehr davon.
00:20:12: Das heißt es wird natürlich immer der Hund mit einbezogen oder der Mensch mit ein bezogen und es werden dann Lösungen gefunden oder sollten Lösungen gefunden werden wo dann beide auch entlastet werden.
00:20:24: Dieses Thema Entlastung, Regulation ist so ein wichtiges.
00:20:28: Das ist der Grund warum ich da auch einen meiner Fokus-Bereiche drauf lege weil das total unterschätzt wird Und weil es eben ein Problem ist, wenn Mensch und Hund immer an ihre Grenzen kommen die ganze Zeit im Miteinander- und im Alltag.
00:20:45: Die ganze Zeit eigentlich in einem Zustand miteinander unterwegs sind wo sie beide nix voneinander lernen können und sich nicht weiterentwickeln können.
00:20:56: Das ist nämlich häufig das wo dann Grenzen gesetzt werden, wo dann härter geworden wird Druck ausgeübt wird, aber in Wirklichkeit braucht es da weniger Druck und mehr Planung und mehr System und mehr Vorarbeit.
00:21:11: Mehr Prävention!
00:21:14: Und das ist so wichtig und deswegen kann ich mich auch nur wiederholen... Ich sage so oft, arbeitet dann mit dem Hund wenn ihr es könnt, wenn ihr die Ressourcen habt baut viel auf, geht zur Trainerin.
00:21:29: Ich weiß das ist natürlich mein Beruf ich sage es immer wieder aber ja es gibt einen Grund warum ich das mache weil ich überzeugt bin von dem was ich mach.
00:21:36: Geht präventiv dahin und kommt nicht immer dann erst wenn's die Probleme schon gibt weil die Wahrscheinlichkeit dass ich euch sage wir brauchen erstmal Lösungen die drum herum gebaut sind bis wir trainingstechnisch vorwärts kommen ist relativ hoch.
00:21:51: Das muss ich auch ganz ehrlich sagen, weil wir eben keine Quick Fixes haben wenn es um Lebewesen geht.
00:21:57: Wenn das um Verhaltensveränderungen geht und deswegen schaue dass ihr dann mit den Hunden arbeitet, wenn es noch nicht so viele Probleme gibt vielleicht seht ihr die auch gar nicht ja?
00:22:10: Vielleicht sind da schon Probleme am Schwehlen und ihr habt sie noch nicht richtig am Schirm.
00:22:19: auf dem Spaziergang unterwegs bin, einen Hund sie mir denkt okay die werden noch Spaß haben in Hundebegegnungen.
00:22:25: In ein paar Monaten und das ist so schade.
00:22:29: aber ich denke mir dann so macht doch bitte was ja voll weil ich eben mir wünschen würde dass Menschen Grenzen verstehen als etwas was man eben von innen heraus aufbaut.
00:22:44: Grenzen kann man immer von zwei Seiten setzen, eine Grenze kann mit ganz viel Ja aufgebaut werden und natürlich wenn es dann mal hinein gibt.
00:22:54: ich habe ja schon gesagt da hab' ich kein Problem damit.
00:22:57: aber der Fokus ist immer falsch oder nicht immer.
00:23:01: Aber sehr häufig ist der Fokuss auf dem Nein.
00:23:03: Der Fokus soll auf dem Ja sein, der FOKUS soll darauf sein wo erwünschtes Verhalten ist und wo vor allem Regulation ist.
00:23:14: Und der Scheinwerfer sollte nicht auf diese vermeintlichen Grenzen gehen, die eigentlich nur ein überreagieren in Stresssituationen sind.
00:23:30: In diesem Sinne möchte ich diese Podcastfolge für heute beenden!
00:23:34: Ich hoffe du konntest wieder etwas mitnehmen.
00:23:38: Ich wünsch dir auf jeden Fall einen wunderschönen Sommer, wenn du diese Folge gerade dann hörst.
00:23:45: Wenn sie rauskommt und wir hören uns in der nächsten Podcastfolge wieder!
00:23:49: Und bis dahin wünsche ich dir alles.
00:23:51: alles Liebe Deine Lina!
00:23:53: Ciao.
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