#060 | Darf ich wollen, dass mein Hund einfach funktioniert?

Shownotes

Ein Hund ist ein Lebewesen und keine Maschine. Er muss nicht einfach nur funktionieren.

Aber was, wenn das Leben mit dem Hund für den Menschen kaum noch tragbar ist? Wenn jede Situation vorbereitet, gemanagt und kleinschrittig trainiert werden muss – während die eigene Kraft längst aufgebraucht ist?

In dieser Folge spreche ich darüber, warum der Wunsch nach einem „funktionierenden“ Hund nicht immer aus fehlender Liebe entsteht, sondern manchmal aus einfacher Erschöpfung. Es geht um menschliche Grenzen, Überforderung und die Frage, wie positives, bedürfnisorientiertes Hundetraining fair für den Hund und gleichzeitig im echten Alltag umsetzbar bleiben kann.

Mein Instagram: https://www.instagram.com/lina.rischer/ Mein 1:1 Coaching: https://www.linarischer.com/menschhundcoaching Mein RESET Einstiegskurs: https://www.linarischer.com/reset

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00:00:00: Hallo, in einer neuen Folge Hunde Perspektiven.

00:00:04: Ich freue mich, dass du wieder eingeschaltet hast!

00:00:07: Ich bin Lina, Hundetrainerin und Verhaltensberaterin in Wien und online – und in der heutigen Podcast-Folge geht es um ein etwas kontroverses Thema.

00:00:19: Und zwar das Thema darf ich wollen, dass mein Hund einfach funktioniert….

00:00:28: Dieser Titel wird dich vielleicht wundern, denn in der Szene in der Bubble, in der ich mich bewege – also im freundlichen bedürfnisorientierten positiven Hundtraining – sagen wir eben häufig Sätze wie ein Hund muss nicht nur funktionieren.

00:00:50: Der ist keine Maschine die ich einfach programmieren kann.

00:00:57: dem ich sage, was er tun soll und dann macht er das.

00:01:01: Und hinter jedem Verhalten steckt auch eine Ursache die wir immer erst mal verstehen müssen und sollten und dann angehen müssen.

00:01:14: Hunde haben Bedürfnisse und Grenzen, die wir ernst nehmen sollten und respektieren sollten denn sie sind Lebewesen so wie auch wir Lebewesens sind.

00:01:28: schnellstmöglich abstellen, ohne Rücksicht auf Verluste.

00:01:33: Sondern wir sollten eben genauer hinschauen, vorausschauend managen, kleinschrittlich trainieren und im Hund ihm auch ausreichend Zeit geben um sich zu verändern.

00:01:45: Und Druck und Zwang sollten dabei weitestgehend vermieden werden.

00:01:52: oder wie es so manche Kolleginnen sagen das darf überhaupt gar nicht stattfinden.

00:01:58: Und wenn du das jetzt alles hörst, dann wirst du sicher eine Meinung hören die ich auch vertrete.

00:02:06: Das ist mir ganz wichtig hier Eingangs zu sagen Denn auch ich nutze diese Sätze Auch ich habe diese Einstellung dem Hund gegenüber und auch Ich habe schon häufig in meinem Podcast und auch auf meinem Instagram lina punktrischer Häufig eben solche Sätze benutzt und ich glaube grundsätzlich immer noch an diese Sätze, an diese Philosophie, an dieses Wissen was dahinter steckt.

00:02:40: Also ich möchte das auf keinen Fall in dieser Podcastfolge irgendwie widerlegen dass das so richtig ist.

00:02:51: Hunde sind Lebewesen.

00:02:54: Sie haben Emotionen, sie haben Bedürfnisse, sie habe individuelle Grenzen, sie hat individuelle Körper und Geiste, sie machten verschiedene Lernerfahrungen und sie haben eine eigene Persönlichkeit.

00:03:08: Und ich selber merke das bei meinem eigenen Hund immer mehr dass es einfach eine bestimmte Persönlichkeit gibt die sich entwickelt hat in den letzten neun Jahren und diese Persönlichkeit ist gegeben.

00:03:25: Und Verhalten hat immer Gründe, Verhalten hatte Ursachen und diese Gründe sind wichtig und wir sollten einen Hund nicht einfach in unseren Alltag pressen eben ohne dabei zu berücksichtigen wer er ist und was er für Bedürfnisse hat.

00:03:45: Und trotzdem merkst du vielleicht schon an der Art, wie ich das ganze einleite, dass mich diese Sätze und diese Einstellungen immer mehr in meinem beruflichen und auch in meinem privaten Alltag beschäftigen.

00:04:02: Und zwar im Sinne von wo ist denn eigentlich der Mensch?

00:04:12: All das berücksichtigt werden soll, aber dass Leben mit dem Hund für den Menschen kaum noch tragbar ist.

00:04:21: Was es wenn ein Mensch nicht weitere Monate und Jahre Kapazitäten hat jedes einzelne Thema zu managen genau zu durchdenken klein schrittlich zu trainieren?

00:04:36: Was ist, wenn die Menschen die Kraft und die Ressourcen fehlen?

00:04:41: Immer voraus zu denken Situationen abzufangen mit dem Hund.

00:04:46: Und sein Leben um den Hund herum zu organisieren!

00:04:52: Was ist denn eigentlich, wenn ein Mensch einen Hund hat der sehr viele Baustellen hat aber einfach mal spontan ausm Haus gehen will vielleicht Besuch empfangen will vielleicht einfach mal verreisen will oder einfach mal einen stinknormalen Spaziergang machen möchte.

00:05:11: Ohne immer im Hinterkopf zu haben, mein Hund könnte jetzt gegebenenfalls an der Leine ziehen auslösen Ausrasten ängstlich sein?

00:05:25: Was ist eigentlich wenn das Leben des Menschen immer kleiner wird?

00:05:31: der Hund nicht alleine bleiben kann, nicht mitfahren kann.

00:05:34: Nicht fremdbetreut werden kann und nicht durch alltägliche Situationen begleitet werden kann.

00:05:40: Was ist dann wenn aber der Mensch darauf angewiesen ist das bestimmte Dinge einfach funktionieren müssen?

00:05:54: Was ist, wenn ein Mensch einen Alter hat in dem der Hund einfach nicht in jeder Situation im Mittelpunkt stehen kann?

00:06:02: Und was ist, wenn der Mensch sich einfach wünscht, dass der Hund mitläuft?

00:06:08: Ist dann dieser Wunsch automatisch falsch.

00:06:10: Ist er egoistisch?

00:06:12: Ist das mangelnde Liebe?

00:06:15: Ist es vielleicht auch ein Ausdruck einer problematischen Vorstellung von Hundehaltung oder – und das ist das Ziel dieser Podcast-Folge – müssen wir eigentlich mal ehrlich darüber sprechen diese ganzen richtigen Anforderungen und fachlich korrekten Anforderung, die wir als Hundetrainerinnen haben eigentlich auf Seite des Menschen wirklich voraussetzen.

00:06:48: Und zwar Zeit, Energie, Geduld Geld Unterstützung psychische Kapazitäten über Monate oder Jahre an Trainingsthemen dran zu bleiben.

00:07:07: In dieser Folge möchte ich deutlich aussprechen, dass auch Menschen Grenzen haben und das ein Wunsch nach Funktion eines Hundes vielleicht auch einfach nicht immer nur Boshaftigkeit Bequemlichkeit Dominanztheorie, awessives Hundertraining bedeutet sondern manchmal bedeutet es vielleicht einfach einen simplen Wunsch nach Erleichterung.

00:07:43: Aber wir starten wie immer in meinem Podcast erstmal damit, dass wir definieren was bedeutet denn eigentlich das der Hund funktionieren soll?

00:07:54: Was meinen wir dann damit eigentlich?

00:07:56: Denn Funktion bedeutet ja für ganz viele Menschen etwas unterschiedliches und Er kann natürlich bedeuten, dass der Hund komplett seine Bedürfnisse unterdrückt.

00:08:07: Dass er durch Druck, über Forderungen oder sogar Angst einfach nur gehorchen soll!

00:08:18: Und dass er sich unabhängig von seinem inneren Zustand, von seinen Bedürfnissen einfach nur anzupassen hat.

00:08:28: An die Gegebenheiten und das der Mensch sich nicht wirklich dafür interessiert wie es dem geht was da für Emotionen dahinter liegen ob's dem wirklich gut geht und der Hund einfach nur ja funktioniert Der soll einfach mitlaufen und mir ist es eigentlich wurscht, wie's dir da unten geht.

00:08:50: Es kann aber auch bedeuten... Also Funktion kann auch bedeut'n.

00:08:56: Ich muss meinen Hund sicher anleinern und an der Leine führen können An der kurzen Leine vielleicht auch führen können So dass der sicher neben mir geht.

00:09:16: meine Mitfunktion, dass ich den medizinisch versorgen können muss.

00:09:21: Dass sich den manipulieren können muss also wirklich manipulierend im wortwörtlichen Sinne das ich den anfassen können muss.

00:09:28: Es kann sein, dass es bedeutet Ich muss arbeiten gehen können.

00:09:33: Ich muss schlafen können!

00:09:34: Ich muss Geld verdienen können ohne dass dieser Hund praktisch da die ganze Zeit im Weg ist in der Anfangstrichen.

00:09:45: Es kann auch bedeuten, dass ich einfach spazieren oder Erledigungen machen möchte die ich nicht immer als vollständige Trainingssession gestalten kann.

00:09:59: Und es kann auch bedeutet das der Hund einfach im Alltag ab und zu funktionieren muss weil er verlässliche Abläufe kennen muss.

00:10:07: vielleicht muss sich mein Kind von der Schule abholen Vielleicht muss ich meine Oma verpflegen Vielleicht muss ich einfach auch mal Erledigungen machen, wo der Hund einfach dabei sein muss oder alternativ zu Hause bleiben muss.

00:10:29: Einfach da bleiben können muss oder bei anderen Menschen können muss.

00:10:33: und Funktion kann auch bedeuten Ich möchte einfach nicht dass mein gesamtes Leben von den Schwierigkeiten Von den Herausforderungen von dem Problemen meines Hundes bestimmt wird.

00:10:48: Und die ersten Beispiele versus die letzten Beispile heißen natürlich nicht dasselbe.

00:10:57: Funktion, also das ein Hund etwas machen muss, das er Grenzen kennen muss bedeutet nicht automatisch, da es man ihn unterwirft, dass man Spaß hat am Hunde quälen und dass man einfach komplett den Hund als Lebewesen missachtet.

00:11:24: Das ist mir ganz, ganz wichtig.

00:11:25: an der Stelle denn das gibt es leider auch manchmal unter einem Deckmantel noch sehr, sehr häufig.

00:11:33: Und das bedeutet es nicht an der Stelle sondern Funktion bedeutet manchmal schlicht und einfach ein Alltag ist für beide Seiten noch bewältigbar.

00:11:48: Und das bringt mich zu dem Punkt, dass eben der Hund keine Maschine ist aber der Mensch eben auch keine Maschinen ist.

00:11:58: und gar nicht so selten und da muss ich mich auch selber bei der Nase packen erwarten wir im freundlichen positiven Bedürfnis orientierten Hundertraining relativ viel von trainierenden Menschen Und ich liest euch da mal einfach ein paar Sachen auf, die wir können müssen und ich bin auch oder einen Teil von mir ist auch weiterhin der hundertprozentigen Überzeugung dass das der Fall ist.

00:12:26: Also ich möchte hier nicht – und das ist mir auch wieder wichtig an der Stelle – Ich möchte hier nichts sagen, dass das alles nicht wichtig ist was ich jetzt gleich aufziele Sondern ich möchte sagen Dass es einfach ein Fakt ist, dass wir häufig genau das von Menschen erwarten.

00:12:43: Der Mensch soll frühzeitig vorausschauend erkennen und handeln, also managen.

00:12:51: Der Mensch soll... Also zum Beispiel in Hundebegegnungen ja das ist eines meiner Spezialthemen der Hund soll da frühzeitig die Körpersprache lesen, voraus scheint den Hund managen.

00:13:04: Parallel dazu soll er kleinschritig trainieren mit dem Hund dass der ein alternatives Verhalten lernt Währenddessen Er trainiert und managt und vorausschauend agiert.

00:13:16: In seinem Alltag soll der Mensch emotional reguliert bleiben, also seine Emotionen nicht am Hund auslassen.

00:13:24: Er soll verständnisvoll reagieren und beruhigend auf den Hund einwirken und niemals persönlich laut oder streng werden oder zumindest vermeiden das zu tun und die Bedürfnisse des Hundes immer im Blick

00:13:42: haben.".

00:13:43: Das heißt immer einen Blick auf den Hund halten.

00:13:47: Dabei soll der Mensch Frust aushalten, also seine Bedürfnisse die in dem Moment vielleicht nicht erfüllt werden weil er wieder ausweichen muss in jeder Hundebegegnung und Spießroutenlauf macht, muss er ja ignorieren beziehungsweise hinten anstellen.

00:14:13: Gleichzeitig sollte der Mensch Rückschritte akzeptieren, denn – und das ist was, was ich auch immer sage – Lernen ist nicht linear.

00:14:22: Das funktioniert nicht linear, es gibt Rückschritte im Training und im Lernen.

00:14:29: Und das Training und das Management und all diese emotionalen Geschichten sollte der Menschen konsequent in seinen Alltag einbauen und einfließen lassen!

00:14:43: Und ja, ich habe es gerade schon gesagt.

00:14:48: Das klingt total perfekt!

00:14:50: Das ist fachlich komplett richtig mit Nürsen.

00:14:54: Da gibt's natürlich verschiedene Trainingsthemen und da gibt´s natürlich unterschiedliche Ausprägungen und natürlich auch Variablen.

00:15:08: aber grundsätzlich sehe ich das schon auch so sehr, sehr viele Jahre nach genau diesen Prinzipien gearbeitet.

00:15:16: Ich tue es auch selber noch, denn ich handle auch selber so weitestgehend ... Denn?

00:15:24: Weitestgehent!

00:15:26: Der Mensch ist halt auch keine Maschine.

00:15:29: Der Mensch is' halt auch kein Roboter der sich immer an alles perfekt halten kann.

00:15:37: Ein Mensch hat in der Regel ein Leben, wie ich es immer sage.

00:15:41: Das sag' ich meinen Kundinnen im One-to-One-Coaching auch.

00:15:44: Du bist keine Maschine!

00:15:45: Du bist kein Roboter!

00:15:46: Du hast dein Leben und einen Beruf?

00:15:49: Du hast

00:15:49: Beziehungen?!

00:15:51: Du hast gesundheitliche Themen und Belastungen?

00:15:54: Vielleicht hast du finanzielle strukturelle Sorgen?

00:16:00: begrenzte Energie zur Verfügung in deinem Alltag und je nachdem natürlich auch eigene Stressreaktionen, in Stresssituationen.

00:16:12: Und du hast auch Bedürfnisse – nach Freiheit, nach Spontanität, nach Sozialleben, sozialer Teilhabe am Leben!

00:16:23: Und das sind ganz, ganz wichtige Dinge die auch ich habe.

00:16:28: übrigens also ich verstehe das natürlich.

00:16:32: Und es ist auch manchmal einfach so, dass sich das Leben massiv verändert nach dem man sich für einen Hund entschieden hat und nachdem man vielleicht auch mal Wochen Monate jahrelang all die Dinge Vorausschauendmanagen klein schrittig trainieren Die Bedürfnisse des Bundes priorisieren seine eigenen bedürfnisse zurückstellen All das gemacht hat.

00:16:55: Das kann sein Dass sich nach einiger Zeit das Leben einfach so verändert, dass eben sich auch Einstellungen oder Möglichkeiten Ressourcen verändern.

00:17:11: Vielleicht entscheidet man sich erst als Paar für einen Hund und später ist dann die Verantwortung bei einer Person alleine.

00:17:21: oder man teilt sich den Hund, man macht Dog-Sharing habe ich alles schon bei Kundinnen gehabt.

00:17:26: Ich hatte schon Paare bei denen die Beziehung angefangen hat zu wackeln, weil sie sich eben in der Hundeerziehung nicht einig waren und danach sind dann auch die Beziehungen zerbrochen.

00:17:42: Es gibt die Möglichkeit dass plötzlich Krankheit beziehungsweise ja mangelnde Gesundheit mit rein spielen und man da weniger Ressourcen hat.

00:17:53: das kann auch sein dass der Hund krank wird Ja der Hund plötzlich noch mehr Bedürfnisse hat und man viele, viele Rückschritte macht aufgrund von gesundheitlichen Baustellen.

00:18:07: Auch das ist ein ganz wichtiger Punkt.

00:18:10: Es kann auch sein dass der Hund Schwierigkeiten entwickelt die vorher nicht absehbar waren ja so das Verhaltenauftritt aufgrund Von Erfahrungen die der Hund gemacht hat die einfach Nicht Absehbare war.

00:18:24: es hat doch alles so gut funktioniert und seit Keine Ahnung, Hundes hat einen Autounfall.

00:18:31: Seitdem passieren eben schwierige Gedenge im Alltag des Hundes jetzt vielleicht traumatisiert oder hat eine Verletzung.

00:18:39: Also solche Geschichten können ja genauso einem Hund passieren wie einem Menschen auch... Was auch sein kann ist dass die Wohnsituation oder die Job-Situation sich verändert.

00:18:52: man hat plötzlich eine andere Situation als erwartet.

00:18:58: Vielleicht hat man auch weniger Geld zur Verfügung.

00:19:02: Und ja, wir sagen immer, man sollte sich eine Anschaffung des Hundes oder die Anschaffungen eines Hundes gut überlegen und wirklich auch ganz genau herausfinden ob ein Hund zu einem passt.

00:19:20: aber Groß ist aber, wie soll denn irgendjemand da draußen wissen?

00:19:25: Wie das eigene Leben in fünf oder zehn Jahren aussieht.

00:19:29: Ja man kann das einschätzen ich bin auch gar keine Freundin davon.

00:19:33: also es gibt immer wieder Menschen die ihren Hund nach ein paar Wochen oder Monaten abgeben aus Bequemlichkeit.

00:19:40: Aber tatsächlich ist es doch oft so dass es einfach Unvorhersehbarkeiten gibt Die mal vorher nicht hat einschätzen können.

00:19:52: Und jetzt kommen wir ein bisschen zur moralischen Falle im, in meinen Augen falsch verstandenen bedürfnisorientierten Hundetraining.

00:20:03: Denn häufig wird bedürfenes orientiertes Hundertraining so interpretiert dass es ausschließlich oder vorrangig um die Bedürfnisse des Hundes geht und daraus entsteht manchmal so eine unausgesprochene Hierarchie der Bedürfnisse, also die Bedürfenisse des Hundes sind die wichtigen.

00:20:27: Der Hund braucht Sicherheit Abstand Zeit Verständnis und dann kommt es oft dazu dass die bedürfnisse des menschen Die der Mensch dann äußert schnell als Egoismus bewertet werden.

00:20:45: und das muss gar nicht explizit passieren, dass kann man sich für so unterschwellig mitlaufen.

00:20:50: Ja du hast dieses Bedürfnis, du möchtest verreisen und den Hund abgeben?

00:20:57: ja okay das hättest du dir vielleicht vorher überlegen sollen da hättess du dir keinen Hund nehmen sollen.

00:21:03: aber das weiß man ja dass man mit Hund nicht verreißen kann oder nicht mehr so vereisen kann wie vorher.

00:21:10: Du möchtest jetzt nicht jeden Spaziergang trainieren?

00:21:14: Ja okay, das geht aber nicht.

00:21:15: Du hast die Verantwortung!

00:21:17: Du wusstest dass du einen Hund dir holst und du musst jetzt auch die Verantwortung dafür tragen.

00:21:25: Der Mensch sagt vielleicht ja naja der Hund schränkt mich komplett ein.

00:21:30: Der ist total einschränkend für mein voriges Leben und vielleicht sagt man dann ja dann kannst du sein, dass du deinen Hund nicht richtig liebst.

00:21:45: Und sowas ist natürlich mega gefährlich!

00:21:48: Wir dürfen das auf keinen Fall so fremen, weil die Bedürfnisse des Hundes unwichtig sind.

00:21:58: Nicht, weil da auch ein Stückchen Wahrheit drin ist – ich sage es immer wieder in dieser Folge – diese Gedanken gehabt.

00:22:07: Und natürlich, man muss vorher wissen was man da tut.

00:22:12: Ja?

00:22:13: Und natürlich sind die Bedürfnisse des Hundes wichtig!

00:22:17: Aber wenn Menschen nicht aussprechen dürfen das sie überfordert sind ja Wenn Menschen sich schlecht fühlen müssen weil sie eigene Bedürfenste haben wenn man nimmt nicht genügend Verantwortung, man hat sich keinen Hund nehmen soll.

00:22:42: Man liebt den Hund nicht wirklich.

00:22:45: Dann werden sie das entweder gar nicht tun, also gar nicht aussprechen.

00:22:50: Wenn man hat irgendwie Sorge, aber die Hundebedürfnisse sind ja wichtig und meine nicht.

00:22:55: Oft sind es übrigens genau die Menschen, die eh schon die Hundepedürfnisse voll hoch priorisieren, die sich das dann nicht trauen auszusprechen.

00:23:03: Also

00:23:04: d.h.,

00:23:04: die wären ihre Überforderung entweder erst spät aussprechen oder gar nicht aussprechen, oder in der Konsequenz – und das ist mir so wichtig – bei härteren Trainingsmethoden landen.

00:23:20: Denn dort können Sie eben Ihre Überforderung aussprechen.

00:23:25: Dort darf diese Überforderungen existieren!

00:23:28: Denn dort in diesen, ja ich sage mal eher härterer Trainingsrichtungen wird Ihnen vermittelt.

00:23:36: Das ist sehr belastend.

00:23:37: Ja, verstehe ich!

00:23:39: Der Hund schränkt dich ein, versteh' ich und ja wir sorgen jetzt dafür und so sofort dass du jetzt wieder Kontrolle bekommst.

00:23:47: Kontrolle über dein Leben, Kontrolle bei den Hunden Und in diesem strengen Teil des regiden, teilweise gewaltvollen Handeln bekommt aber die Überforderung des Menschen, der da ist einen Raum Und sehr viel Platz und sehr viel Gehör, die eben im positiven bedürfnisorientierten Hundetraining manchmal zu fehlen scheinen.

00:24:21: Wir müssen uns deshalb ganz klar vor Augen halten in meinen Augen, denn grundsätzlich ist der Ansatz ja der Wichtige aber über Forderung verschwindet nicht bei Menschen Nur weil wir sie moralisch abwerten oder gar verbieten, ja?

00:24:40: Oder weil wir uns moralisch über die betroffenen Menschen stellen.

00:24:44: Also weil wir denken dass Sie moralisch nicht korrekt handeln und das ist echt sehr sehr sehr wichtig!

00:24:55: Denn ein Mensch der sagt man Hund soll einfach nur funktionieren, der kann natürlich diese problematische Vorstellung von Hundehaltung haben.

00:25:05: Also das ist glaube ich klar!

00:25:07: Ich hatte schon mal eine Frau am Telefon im Vorgespräch.

00:25:12: die hat mir gesagt naja eigentlich will ich jetzt gar nicht so viel mit meinem Hund trainieren da soll gar nichts können einfach nur funktionieren.

00:25:19: und es hat sie auch in diesem Ton gesagt abschätzigen tun, wo eindeutig Augenhöhe kein Thema war und das entspricht für mich ganz klar keiner guten Vorstellung von Hundehaltung.

00:25:36: Wenn man sich einen Hund holt gehört dazu Auseinandersetzung mit dem Lebewesenhund.

00:25:42: Dazu gehört Training, dazu gehört ein gewisser Aufwand.

00:25:47: aber Ein Mensch der sagt mein Hund soll einfach nur funktionieren kann auch einfach nur sagen Ich bin überfordert.

00:25:56: Ich kann nicht mehr, ich brauche Entlastung für das Leben mit dem Hund!

00:26:03: Ich schaffe das alles nicht alleine, ich habe das Gefühl... ...ich hab keine Kontrolle über mein eigenes Leben weil dieser Hund so viel Raum einnimmt.

00:26:11: Ich fühle mich gefangen im Leben mit einem Hund, weil ich kann fast gar nichts mehr tun ohne dass dieser Hund im Vordergrund steht.

00:26:24: mich einfach nervt.

00:26:28: Ich brauche schnelle Lösungen, die mir nicht noch mehr Geduld, noch mehr Leistung und noch mehr Ressource abverlangen.

00:26:43: Und in meinen Augen müssen wir genau an der Stelle viel viel genauer hinschauen denn wenn wir nur immer darauf antworten naja Dann musst du halt deinen Hund besser verstehen, dann musst du besser trainieren.

00:26:54: Dann musst Du besser managen, dann muss Du besser vorausschauen und dann musst Du Dir eben das, dass, das, das organisieren!

00:27:01: Dann kann das – je nachdem wie wir es eben sagen – beim Menschen so ankommen, dass wir ihm sagen, Du musst noch mehr leisten, leisten, leisten, leisen, noch mehr Deine Bedürfnisse hinten anstellen, die Hundebedürfnisse priorisieren.

00:27:19: Das hat eben den Hintergrund, oder der Hintergrund warum Menschen dann auch bei härteren Methoden landen ist das eben dieser Leistungsdruck so ansteigt.

00:27:34: Also wenn wir immer denken wir müssen mehr leisten und immer mehr inneren Druck haben Wächst natürlich dieser Wunsch nach diesen schnellen Lösungen.

00:27:49: Dann wächst der Wunsch nach den verlässlichen Lösungen, dass aversive harte Methoden nicht schneller gehen – das wissen wir fachlich!

00:28:02: Nur es geht um die Art wie man da drangeht.

00:28:05: Es geht um eine Art wie der Mensch auch wahrgenommen wird in dem Moment.

00:28:12: Denn natürlich, es wirken so Sachen viel attraktiver wie.

00:28:18: der Hund muss lernen dass du das alles entscheidest.

00:28:21: Das Problem lösen wir in einer Stunde.

00:28:24: Das ist schnell gelöst.

00:28:27: Du darfst ihm das nicht durchgehen lassen.

00:28:29: da müssen wir einmal konsequent durchgreifen.

00:28:32: Du musst nur die richtigen Grenzen setzen dann ist das erledigt.

00:28:34: hey!

00:28:36: ganz ehrlich, wenn man in einer Situation ist wo man das Gefühl hat selber wird muss man immer sich hinten anstellen und nur leisten.

00:28:42: Das sind doch Versprechen die total viel in einem auslösen wo man sich denkt Boah Erleichterung ist nahe ja?

00:28:51: Und in Wirklichkeit versprechen sie eben nicht nur diesen funktionierenden Hund sondern also versprächende Menschen das eigene Leben wieder zurück zu bekommen einmal wieder die Bedürfnisse in den Vordergrund zurück.

00:29:06: Und deswegen reicht es ihm nicht, dass man Menschen verurteilt wenn sie sich für unschöne Methoden entscheiden sondern wir müssen wirklich schauen was steht dafür ein bedürfnis dahinter?

00:29:22: das bedeutet nicht um Gottes Willen und das möchte ich hier siebzig mal betonen das bedeutet Nicht Form des Trainings die richtige ist.

00:29:32: Das bedeutet nicht, dass die Form dieses Trainings funktioniert bei sehr schnell ängstlichen Hunden, die sich schnell unterdrücken lassen und dann werden die Hundebedürfnisse gar nicht berücksichtigt.

00:29:51: Und ich möchte hier nicht Gewalt oder Training über Angst und Unterdrückung irgendwie... verteidigen, entschuldigen überhaupt nicht.

00:30:01: Gar nicht!

00:30:03: Ich möchte nur das wir anfangen Menschen zu verstehen dass es nicht ein ist ich möchte Macht über meinen Hund haben sondern das ist einfach ich möchte Kontrolle über mein eigenes Leben haben.

00:30:14: und je weniger Kontrollen Menschen eben im Vorfeld erlebt haben weil sie einen langen Leidensweg haben desto verlockender kann diese schnelle Kontrolle mit dem Hund werden Und deswegen sollten wir nicht jede Form von Funktion ablehnen.

00:30:36: Ich habe so häufig Menschen im Training, die mir sagen, die Trainerin hat keine Leinenführigkeit mit ihnen aufgebaut weil der Hund soll an der langen Leine laufen und ein Hund braucht keine Leinenführigkeit lernen, weil ein entspannter Hund ist ein leinenführiger Hund.

00:30:57: Aber in der Praxis schaut das tatsächlich nicht immer so aus!

00:31:00: Ich selber habe einen Hund, der nach neun Jahren immer noch in aufgeregten Situationen an der Leine zehrt und ich kann aber nicht – und das muss ich auch ganz ehrlich sagen – immer nur in Situationen reingehen die nicht aufregend fühlen sind.

00:31:17: Wir haben Rituale aufgebaut dass er runterfährt.

00:31:20: Trotzdem ist er von der Persönlichkeit, von der Genetik ein Hund, der schnell hochfährt.

00:31:24: Und dann brauche ich Tools und Wege wo mein Hund einfach funktioniert in Anführungsstrichen.

00:31:32: Dann brauche einen Leinenführigkeitsmodus den ich vorher mit ihm aufgebaut habe ja?

00:31:38: Und kann es aber sein dass der auch nicht perfekt funktioniert in dieser Situation das sich ihn aber zur Verfügung habe und dass ich ihn auch nicht perfekt durchziehe?

00:31:50: Das heißt, nein auch das Training kann nicht immer hundert Prozent im Mittelpunkt stehen und ich kann nicht einmal alles abbrechen bevor ich es mir versaue in Anführungsstrichen.

00:32:00: Auch da höre ich ganz häufig!

00:32:02: Ich habe den Leinführigkeitsmodus noch nicht eingesetzt weil ich Angst hatte ihn mir zu versauen Und sowas sehe ich als meiner Aufgabe, als Trainerin da genau mitzugeben was ist denn möglich?

00:32:14: Was kann ich dann machen in solchen Situationen damit das trotzdem funktioniert.

00:32:19: Ich sage das jetzt bewusst so und wo muss ich noch ein bisschen dran trainieren.

00:32:27: Es sind eben genau solche Kompromisslösungen die die im Wichtig sind.

00:32:36: Wichtig ist natürlich trainierte Verhaltensweisen.

00:32:39: Hey, das ist mein Beruf euch beizubringen!

00:32:41: Wie trainiert man mit einem Hund Verhalten?

00:32:46: Wie trainieren wir verlässliche Abläufe?

00:32:48: wie lernt man dem Hund verlässlich abläufer?

00:32:50: also bitte nicht falsch verstehen auch dass das gehört dazu und ja das sollte man tun aber es geht eben auch um diese realistischen Kompromisslösungen.

00:32:59: ich nenne mal noch ein paar andere Beispiele zum Beispiel dass der Hund halt ein Geschirr anzieht, auch wenn er vielleicht das Anziehen nicht besonders mag und auch, wenn er da einmal kurz wortwörtlich durchmuss durch das Geschirr.

00:33:16: Ein Hund kann auch kurz angeleint irgendwo warten – auch wenn der dabei leichte Stressanzeichen zeigt!

00:33:22: Das heißt nicht dass er da schreiend panisch ängstlich steht aber auch wenn es ein bisschen steht und fiebt, kann man das mal machen.

00:33:35: Das heißt auch, dass der Hund eben – wie gerade schon gesagt – sich einfach mal an einer kurzen Leine gerade ausführen lässt.

00:33:44: Auch wenn das ein bisschen Druck bedeutet und ein bisschen druckt ist mir immer ganz wichtig.

00:33:50: Das heißt nicht, dass man da Blockdruckt oder schreit sondern es heißt einfach, dass die Leine halt manchmal angespannt ist oder doch einmal eine Halsband zum Geschirr dazu kommt.

00:34:04: Und der Hund kann die Grenzen der Leiner auch akzeptieren, ohne dass er immer entscheiden muss in welche Richtung es geht.

00:34:12: Also der Hund muss nicht immer frei nach links und rechts sich bewegen sondern ich bin der festen Überzeugung das auch ein Hund ab und zu mal gerade aus mit uns mit Laufen lernen darf.

00:34:24: Das kann auch sein die medizinische Versorgung ermöglicht werden muss und das heißt, dass man manchmal auch sanften Zwang ausüben kann.

00:34:35: Weil das eben gerade wichtig ist der Hund medizinisch versorgt wird.

00:34:40: Das heißt nicht, dass ich nicht langfristig mit dem an Medical Training arbeiten kann aber es kann auch sein, dass sich einfach mal sanft zwinge!

00:34:49: Und diese Sachen, ich zähle mir ein bisschen schwer das alles so auszusprechen weil es natürlich falsch ausgelegt werden kann.

00:34:59: Es gibt Menschen, Trainerinnen die nur über Zwang gehen und die das dann als Training verkaufen – das meine ich nicht!

00:35:07: Ich spreche von Erleichterung des Menschen im Alltag Kompromisslösungen vorübergehende.

00:35:19: Es kann auch heißen, dass der Hund mal bei einer vertrauten Person oder alleine bleiben muss.

00:35:29: Auch wenn er dabei nicht durchgehend vollkommen entspannt ist.

00:35:34: Was ich immer sage beim Alleinebleiben ist, der Hund soll sich runter regulieren können.

00:35:38: ja das heißt aber nicht, dass er nicht am Anfang mal kurz gestresst sein kann.

00:35:43: Wenn er uns sich gar nicht runter regulieren kann und komplett panisch wird, wenn wir alleine bleiben und komplett angespannt ist dann ist das ein No-Go.

00:35:52: Auch das muss ich hier dazu sagen.

00:35:54: aber Dann kann es sein dass man eben zu einer vertrauten Person gibt den Hund Und es kann auch sein dass der da unentspannt ist und Es kann sein dass das aber die Kompromisslösung ist und dass man nicht Die Bedürfnisse des Hundes hundert Prozent erfüllt sondern dass der vielleicht einmal eine stressigeren Tag da hat.

00:36:14: Das kann ihm sein, dass bestimmte Abläufe gehandelt werden müssen oder bestimmte abläuferfolgen wo auch ein bisschen Druck mit drin ist.

00:36:25: Zum Beispiel ins Auto einsteigen das man den Hund mal so ein bisschen an der Leine mitnimmt und eben nicht wartet bis er von alleine einsteigt.

00:36:34: Es mag jetzt für den ein oder anderen von euch total selbstverständlich sein, aber ich hatte schon Teams im Training die wirklich auch sich solche Sorgen gemacht haben dass sie dem Hund zu viel Druck machen.

00:36:45: Dass Sie sehr sehr sehr lange gewartet haben und sehr viele Ressourcen aufgebraucht haben für sich selbst bis der Hund mal ins Auto eingestiegen ist.

00:36:58: Das sind Ressourcen, die verbraucht werden.

00:37:00: Die man vielleicht für den Rest des Tages noch braucht.

00:37:04: Auch das heißt nicht dass man daran nicht arbeiten kann.

00:37:06: aber es kann auch einfach eine Kompromisslösung sein.

00:37:11: und ja so Sachen wie zum Tierarzt gehen sind mir auch ganz wichtig an der Stelle zu erwähnen auch wenn da vielleicht mal eine Sedierung notwendig ist.

00:37:23: auch da sich panisch irgendwie verhält oder Aggressionsverhalten zeigen muss, weil er so in der Not ist.

00:37:31: Sondern es kann einfach sein, dass das manchmal bedeutet, dass man den einfacheren Weg geht, der ein guter Kompromiss ist.

00:37:41: und genau diese Lösungen können langfristig dafür sorgen Sicherheit dem Menschen zu geben, auch dem Hund übrigens.

00:37:51: Weil der Mensch wieder sicherer wird und sie können dafür sorgen das Entspannung eintritt im Sinne von.

00:37:58: Der Mensch hat dann wieder mehr Ressourcen zur Verfügung um mit dem Hund an einzelnen Trainingsthemen zu arbeiten denn häufig ist da so viel Überforderungen und Frustration in diesem Mensch-Hundsystem dass einfach der Wald vor lauter Bäume nicht mehr gesehen wird einfach keine Kapazitäten hat an irgendwas zu arbeiten.

00:38:21: Also Kompromisse, die verlässlich sind, die vielleicht nicht immer die Bedürfnisse des Hundes in den Vordergrund rücken sondern manchmal eben auch dem Menschen priorisieren, sind definitiv nicht das Gegenteil von Beziehung, sondern sie können dazu beitragen dass Beziehungen wieder stattfinden kann.

00:38:44: und Kooperation bedeutet eben nicht immer, dass der Hund oder Bedürfnisorientierung auch.

00:38:51: Bedeutet nicht immer das der Hund alles frei entscheiden kann oder muss?

00:38:57: Es ist wichtig, dass eben Fähigkeiten aufgebaut werden und dass der Hund versteht was passiert.

00:39:02: es ist wichtig dass die Situation möglichst gut bewältigen kann.

00:39:05: Es ist Wichtig, dass man trainiert.

00:39:07: es ist Wichtig, dass das Möglichstbedürfnungs orientiert dem Hund gegenüber passiert.

00:39:14: Aber es bedeutet halt eben auch, dass ein Hund in einem angemessenen Rahmen manchmal Stress haben wird.

00:39:21: Stressige Dinge über sich ergehen lassen kann und muss.

00:39:26: Und da klammer ich natürlich die Angst, die starke Angst, Panik Alles was wirklich sehr unangenehm für den Hund ist das Klammerich natürlich aus.

00:39:39: Das geht natürlich nicht.

00:39:40: Aber Stressfreiheit kann halt auch nicht immer das realistische Ziel sein.

00:39:46: Also die Frage ist immer, wie viel Belastung ist notwendig?

00:39:50: Wie viel ist vermeidbar?

00:39:51: Wie können wir dafür sorgen dass der Hund sicher bleibt, auch wenn es mal unangenehm wird?

00:39:57: und natürlich kann ich in Zukunft das dann wieder verändern.

00:40:04: Es werden aber bestimmte Schwierigkeiten bleiben.

00:40:08: Ich habe es gerade schon gesagt, das ist bei meinem eigenen Hund so.

00:40:11: Ich hab immer wieder Situationen mit ihm, wo er einfach in dieses Ursprungsverhalten zurückkippt und zwar ist er ein Hund der bei Stress massivst in die Leine dondert.

00:40:26: Dann zum Beispiel wie neulich, wo ich das Halsbond und die passende Leine vergessen habe.

00:40:33: Und nur eine lange Leine dabei hatte, ist er mir einfach nur in der Leine gehangen.

00:40:39: Wir waren ja in so einem Outdoor-Museum und er ist einfach nur an der Leinen gehangen und hatte totalen Stress.

00:40:45: Ich hatte ihn am Bauchgurt.

00:40:47: Es war einfach so dass er wieder in sein altes Verhalten gekippt ist.

00:40:52: Das wird es geben!

00:40:56: immer wieder Situationen geben, die nicht perfekt laufen und dann braucht es eben Lösungen.

00:41:01: Dann braucht's vielleicht Management ja und vor allem für den Menschen auch gute Lösungen.

00:41:09: also es gibt ja auch Hunde, die haben vielleicht eine Beißgeschichte, es gibt Hunde die haben Vielleicht gesundheitliche Baustellen, die einfach Verhalten lernen ein bisschen verhindern.

00:41:22: also zum Beispiel wenn der Hund massive Allergien oder Futter und Verträglichkeiten hat.

00:41:27: Und einfach auch so ein bisschen leidet, dann ist es oft schwierig mit diesen Hunden verlässlich Verhalten aufzubauen.

00:41:39: Kann man natürlich machen dauert aber oft einfach ein bisschen länger?

00:41:42: Oder die Hunde sind vielleicht ja vielleicht genetisch einfach anders veranlagt stehen dann Menschen eben vor dieser Realität, die sie sich nicht so ausgesucht haben.

00:41:56: Und das darf man auch mal sagen.

00:41:59: und dieses Du hast dir den Hund doch geholt und jetzt musst du damit dielen.

00:42:03: dass beantwortet eben oft nicht die Frage wie der Mensch Die vielen vielen Jahre mit dem Hund tatsächlich bewältigen kann und soll und Verantwortung übernehmen ist für mich so ein wichtiges thema.

00:42:18: es bedeutet aber nicht so zu tun, als wäre jetzt jede Belastung die dieser Hund mitbringt einfach freiwillig gewählt.

00:42:27: Sondern eben Lösungen zu finden wie diese Belastungen langfristig für alle Beteiligten tragfähig ist.

00:42:39: Genau!

00:42:42: Ja ich glaube dass es ganz wichtig ist das wir uns im positiven freundlichen bedürfnisorientierten Hundertraining immer wieder fragen was braucht der Hund?

00:42:53: Was braucht der Mensch?

00:42:55: Was für eine Funktion ist im Alltag dieses Mensch-Hund-Teams tatsächlich notwendig.

00:43:01: Welche Ansprüche können wir reduzieren, wo braucht es Training in Zukunft?

00:43:06: Wo reicht vielleicht Management für dieses Menschhund Team aus?

00:43:11: Wo braucht's vielleicht Unterstützung von Außen oder Betreuung Entlastung für den Menschen.

00:43:18: Wie viel kann dieser Mensch in diesem Moment gerade leisten und welche Lösung bringt denn wirklich schnell und reale Entlastungen, ohne dem Hund wirklich zu schaden?

00:43:33: Ich selber beschäftige mich mit dem Thema in letzter Zeit sehr, sehr viel und ich lasse das auch so in meine Coachings einfließen.

00:43:44: Es ist mir immer ganz, ganz wichtig in meinen One-to-One Coaching dass eben ja nicht Scham entsteht wenn meine Menschhundteams mir sagen, dass sie erschöpft sind.

00:43:58: Dass Sie es nicht schaffen.

00:43:59: Dass sie eben vielleicht mal mit mehr Druck gehandelt haben.

00:44:04: Dass keine Scham entsteht wenn sie sich schnelle Lösungen wünschen Wenn sie Zeitdruck haben, wenn sie ein Leben haben das ihnen wichtig ist und dass auch keine unangenehmen Gefühle entstehen wenn sie mir sagen hey Lina Ich brauche da einfach gerade eine bisschen schnellerer Lösung als Training.

00:44:24: Das heißt, wenn du bei mir im One-to-One Coaching bist, bitte sprich solche Sachen unbedingt immer an!

00:44:31: Menschen die zu mir ins Training, ins Coaching kommen sind in der Regel Menschen, die ihre Hunde sehr lieben – das weiß ich!

00:44:39: Das bedeutet eben, dass ich das sehr ernst nehme.

00:44:45: Auch deine Belastung und auch über die können wir sprechen.

00:44:50: Und natürlich kann man dann Sachen wie Training angehen.

00:44:55: Jeder der mir hier schon länger folgt, der mich kennt weiß, dass es mir die Bedürfnisse des Hundes so wichtig sind – das Nervensystem des Hundess, ja?

00:45:04: Also, dass Menschen und des Hundesses im Gleichermaßen wichtig sind!

00:45:09: Und genau aus diesem Grund habe ich ja auch meinen Reset-Einstiegskurs als Onlinekurs erstellt, damit eben Menschen verstehen was die Bedürfnisse des Hundes sind.

00:45:21: Wie das Nervensystem des Hundess funktioniert aber eben auch anfangen ihr eigenes Nervenystem besser zu verstehen.

00:45:29: Auch dass es Teil meines Resets online Kurs ist Und es ist auch immer Bestandteil meiner One-to-One Coachings und auch meiner künftigen Arbeit als Hundetrainerin und Verhaltensberaterin.

00:45:43: Denn das ist mehr ein so wichtiges Thema, ich verstehe es selber!

00:45:47: Ich bin selbst in näherer Vergangenheit immer wieder in Situationen gekommen, in denen ich das selber mitbekommen musste – all diese Ideale, die wir häufig haben... zwar sehr, sehr wichtig sind aber da eben noch andere Themen und ja sehr wichtige Themen mitlaufen.

00:46:10: Ich hoffe du hast ein bisschen etwas aus dieser Podcastfolge mitgenommen.

00:46:14: ich hoffe du bist bereit deine eigenen Bedürfnisse als auch die deines Hundes zu berücksichtigen und Du schaffst es diese gut in Einklang zu bringen.

00:46:27: Und wenn du dir dabei Unterstützung wünschst, dann weißt du wo du mich findest.

00:46:32: Ich biete Online-Training und Online Coaching und auch One to one Coaching in Wien an!

00:46:41: Und freue mich immer, wenn ich Menschhundteams begleiten darf... Ja, freue mich wenn du das nächste Mal wieder einschaltest meinen Podcast bewertest.

00:46:53: Wenn du das noch nicht getan hast und er dir gefällt!

00:46:56: Und bis zur nächsten Folge wünsche ich dir wie immer alles.

00:47:02: alles Liebe deine Lina!

00:47:05: Ciao.

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